Antifaschistische Gedenkkundgebung zum Tod von Hans-Georg Jakobson
Der VVN/BdA veranstaltete in der strausberger Vorstadt eine Gedenkjundgebung zum Tod von Hans-Georg Jakobson vor nunmehr knapp 30 Jahren. Wir haben teilgenommen und hier der Redebeitrag der Strausberger LINKEN:
"Nazis halten nicht nur andere Ethnien, Kulturen oder Religionen als verachtenswert, sondern auch Personen, die in ihrer Vorstellung eine Last der Gesellschaft darstellen, wie beispielsweise Personen mit Behinderungen oder Erwerbslose. Zu den Erwerbslosen gehörte auch Hans-Georg Jakobson, der in der Nacht zum 28. Juli 1993 von drei jungen Nazis in der S-Bahn angegriffen, anschließend bei Petershagen aus der fahrenden Bahn geworfen wurde und wenig später an seinen Verletzungen starb.
Der Haupttäter, René Berger, war zum Tatzeitpunkt 20 Jahre alt, die beiden Mittäter, Thomas Domke und Henry Günther, gerade einmal zwischen 17 und 19 Jahre. Alle drei waren noch in der Ausbildung.
Die Stärke der rechten Szene in den 1990er Jahren war erschreckend, viele Jugendliche und junge Erwachsene fanden nach der Wende ausgerechnet dort ein Netzwerk, das sie auffing.
Das Land Brandenburg wird zwar seit 1990 durchgehend von der SPD regiert, hat aber den höchsten Anteil rechter Gewalttaten. In vier von sieben Legislaturperioden bildeten rechte Parteien Fraktionen im Brandenburger Landtag.
Die NPD positionierte sich in den 90ern und 2000ern lange Zeit mit „freundlichen“ Info-Ständen vor Oberstufenzentren in ganz Brandenburg und warb dort um Neumitglieder.
Im Februar bekam rechte Politik mit Gründung der AfD im Februar 2013 einen neuen Anstrich und zog damit viele Anhänger der NPD ab. Anfangs bemühte sich die Partei noch um eine klare Abgrenzung zum Rechtsextremismus, doch mit Etablierung in der bundesweiten Politik öffnete sie sich immer weiter hin zur extremen Rechten und unterhält auch Verbindungen zu Gruppierungen wie Zukunft Heimat oder der Identitären Bewegung.
Die AfD bemüht sich aber auch um Nachwuchs: Die Junge Alternative ist seit 2015 ihr offizieller Jugendverband. Sein Landes- und stellvertretender Bundesvorsitzender ist Jan Hornuf – ein früherer persönlicher Mitarbeiter von Andreas Kalbitz, der seinerseits Brandenburger AfD-Chef war und zum extrem rechten Flügel der Partei gehörte. Es überrascht nicht, dass die Junge Alternative seit Januar 2019 vom Verfassungsschutz als Verdachtsfall im Bereich Rechtsextremismus beobachtet wird.
Laut Medien soll der Jugendverband im Juli 2020 etwa 1600 Mitglieder gehabt haben.
Neuerdings formiert sich zwischen Neuenhagen und Strausberg eine weitere rechte Verbindung aus Jugendlichen und jungen Erwachsenen: Division MOL taucht seit Januar 2020 im öffentlichen Raum auf und besteht aus neonazistischen Anhänger:innen zwischen 14 und 20 Jahren: Kinder aus rechtsextremen Elternhäusern, die bundesweit erfolgreich in der neonazistischen Szene und in Parteien, wie AfD, NPD und Der III. Weg, netzwerken und teilweise selbst in ihnen agieren.
Es kann nicht sein, dass Jugendliche und junge Erwachsene immer noch davon überzeugt werden, dass Hass, Ausgrenzung, Gewalt und Demokratiefeindlichkei der richtige Weg sind. Stattdessen ist es unsere Aufgabe dafür zu sorgen, dass junge Menschen sich solidarisch an der Seite von Betroffenen rechter Gewalt positionieren. Lasst uns gemeinsam Räume schaffen, in denen Jugendliche sich ausprobieren können, in denen sie sich frei entfalten und entwickeln können, Räume, in denen es keine Diskriminierung und Ausgrenzung gibt, in denen Menschen ohne Angst verschieden sein können. Es gibt diese Räume, auch in Strausberg. Lasst sie uns gemeinsam stärken und unterstützen.…"
30.01. - 16-18:00 - am Bahnhof Strausberg (Vorstadt)
Auch wenn wir in Strausberg glücklicherweise kaum von betroffen sind wegen unserer kommunalen Wohnungbaugesellschaft und den Genossenschaften, kennt doch fast jeder einen Enkel, Tocher, Freund oder Oma die in einer der Städte wohnt die mit abgeprüft werden. Sagts ihnen weiter. über 20000 Menschen hats schon was genützt.
Die Linke hilft!
Mit Rechtsanwalt Karsten Knobbe und Team
Jeden letzten Montag im Monat, jeweils 18:00 bis 20:00 Uhr
Ärger mit Behörden, schwer verständliche Formulare oder die Technik spinnt?
Jeden letzten Montag im Monat helfen Ehrenamtliche in der Geschäftsstelle der Linken in Strausberg (Große Straße 45). Wir unterstützen bei
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- Anträgen zum Elterngeld oder Leistungen aus dem Bildungspaket
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Über einen Anwalt ist auch eine kostenlose, digitale Rechtsberatung zu den Themen Miet-, Arbeits- Zivil, Asyl- und Aufenthaltsrecht möglich. Von zuhause könnt ihr euch zum Videogespräch einwählen unter: https://videokonferenz.die-linke.de/b/sam-pq7-iuc-djs
Bei ausländerrechtlichen Fragen können Dolmetscher herangezogen werden. Bei rechten Übergriffen arbeiten wir mit der Beratungsstelle für Opfer rechter Gewalt MOL (BOrG) zusammen.
Gedanken über die Welt, in der unsere Nachkommen leben werden
Die Sammlung der Gedanken vom Juni 2018 kann hier heruntergeladen werden. Die Autoren freunen sich wie immer über Feedback und Kommentare
Standpunkte zur sicherheitspolitische Lage (Stand 2017)
Der Diskussionszirkel Friedenspolitik hat ein Standpunktepapier zur internationalen sicherheitspolitischen Lage erstellt, das hier heruntergeladen werden kann. Es wird zu gegebenen Anlässen aktualisiert. Die Autoren freuen sich über Feedback und Kommentare.
